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Freitag, 6. Juni 2025

Filmfehler / Film defect

Oft wird der ah! Effekt bei der ersten Betrachtung eines fertig entwickelten (fixierten und gewässerten) Films als tolle Erlebnis beschrieben. Dass es auch einen oh weh, ach du Sch… Effekt gibt, wird nicht oder nur selten erwähnt. Das ist genau dann der Fall, wenn beim Entwickeln des Films irgend Etwas schiefgelaufen ist. In meinen Fall stellte ich den Fehler erst beim Scannen des entwickelten Schwarz-Weiss Filmes fest, dass der ganze Film mit dunkeln Punkten bzw. Blasen übersät ist. Das Negativ ist somit unbrauchbar.  Dies war meine erste Meinung zu diesem Unglück:

  • Alle Aufnahmen sind futsch
  • Die Situation wo ich die Fotos gemacht habe tritt nie wieder ein

Andererseits, müssen die Aufnahmen perfekt sein? Es gibt Fotos aus meiner Kindheit die mit einfachen Kameras gemacht wurden, und deren Qualität den heutigen Massstäben keinesfalls mehr entsprechen. Und doch sind diese wichtig für mich. Also doch, ich behalte diese fehlerhaften Negative und schlussendlich habe ich sie auch eingescannt.

Es handelt sich hier um Aufnahmen aus dem Spätherbst 2024. Fotografiert mit einer Yashica Mat 124g, einer zwei äugigen Spiegelreflex Kamera. Die Kamera funktioniert immer noch gut. Der einzige Nachteil ist der, dass die meisten Passanten mich (aus Unkenntnis) schief anschauen, wenn ich mit einer solchen Kamera fotografiere.

Beim Film handelt es sich um einen Ilford FP4plus, den mit meiner «Standard Chemie» (Ilford LC-29, Ilford Rapid Fixer, Ilford Ilfostop) entwickelt habe. An der Chemie kann es also nicht liegen (Tests mit anderen Filmen haben diese Überlegung auch bestätigt). Mein Verdacht liegt beim Film den ich via Internet von einer Privatperson erworben habe.  Der Verdacht bestätigte sich bei einem weiteren Test mit einem weiteren Film aus diesem Kauf.

 


Im Winterlager / In winter position

Ausser Dienst / Out of service

Rosenlauifall

The "ah!" effect upon first viewing a fully developed (fixed and watered) film is often described as a wonderful experience. The fact that there is also an "oh dear, oh my gosh..." effect is rarely mentioned. This is precisely the case when something went wrong during the film development process. In my case, I only discovered the error when scanning the developed black and white film, which showed that the entire film was covered with dark spots or bubbles. The negative is therefore unusable. This was my initial assessment of this misfortune:

  • All the shots are ruined
  • The situation in which I took the photos will never occur again

On the other hand, do the shots have to be perfect? ​​There are photos from my childhood that were taken with simple cameras, and their quality no longer meets today's standards. And yet, they are important to me. So yes, I keep these flawed negatives and finally scanned them. These are photos from late autumn 2024. They were taken with a Yashica Mat 124g, a twin-lens reflex camera. The camera still works well. The only drawback is that most passersby look at me askance (out of ignorance) when I take photos with such a camera. The film is Ilford FP4plus, which I developed with my "standard chemistry" (Ilford LC-29, Ilford Rapid Fixer, Ilford Ilfostop). So, it can't be the chemistry (tests with other films have confirmed this). My suspicion lies with the film, which I purchased online from a private individual. This suspicion was confirmed by a further test with another film from this purchase.

Montag, 28. April 2025

Expired but not exhausted

Ein Schwarzweiss Film, mit dem Ablaufdatum 03/1985, gilt offiziell als abgelaufen bzw. als nicht mehr brauchbar. Im Internet gibt es zu diesem Thema diverse Meinungen, Anregungen und Tipps. Doch diese sind mit grösster Vorsicht zu geniessen. Folgende Abhängigkeiten/Einflüsse tauchen immer wieder auf:

  • Die Art des Filmes (Schwarz Weiss-, Negativ- oder Diapositivfilm)
  • Die Empfindlichkeit des Filmmaterials (sie soll mit dem Alter des Materials abnehmen, besonders sei dies bei hochempfindlichem Material der Fall)
  • Der Hersteller des Filmmaterials
  • Die Art wie das Filmmaterial gelagert wurde (gekühlt, ungekühlt oder sogar Temperaturschwankungen ausgesetzt)
  • Die Verpackung des Films
  • Das Alter des Filmmaterials (Wie lange liegt das Ablaufdatum zurück?)
  • Die Konfektionierung der Filme

All diese Einflüsse machen eine verbindliche Aussage nahezu unmöglich. Ein empirischer Ansatz drängt sich hier auf. In meinem Falle liegt das Verfalldatum von diesem Film 40 Jahre zurück. Die Empfindlichkeit von 125 ISO war damals Standard. Der Film befand sich gut verpackt im Keller eines Gebäudes bei ausgeglichenen Temperaturen und nahezu gleicher Luftfeuchtigkeit. Der Film war verpackt in der Originalverpackung. 
Ich habe mich entschieden den Film wie ISO 25 zu belichten. Sehr wahrscheinlich hätte eine Belichtung wie ISO 64 funktioniert. 
Entwickelt habe ich den Film mit dem Entwickler LC-29 von Ilford (1+19, 5min 30sec, bei 20°C, pro Minute, 10sec kippen). Ja und dann war ich gespannt auf das Resultat. Kurz gesagt ich bin völlig überrascht, wie gut die Negative entwickelt wurden. Obwohl das Korn manchmal etwas gröber als bei den neuen Filmen. Zusammen mit den Foto Sujets passt aber der Film ausgezeichnet.
Fotografiert habe ich zwei Schulhäuser die mich während meiner Schulzeit begleitet haben:

  • Schulhaus Pestalozzi (erbaut 1907 bis 1909, Gesamtrestaurierung 2010 bis 2013)
  • Schulhaus Progymatte (erbaut 1928 bis 1930, Gesamtrestaurierung 1990 bis 1992)

Schulhaus Pestalozzi

Portal

Detail

Detail




Schulhaus Progymatte








A black and white film with the expiry date March 1985 is officially considered expired or no longer usable. 







There are various opinions, suggestions and tips on this subject on the Internet. However, these should be treated with the utmost caution. The following dependencies/influences keep cropping up:

  • The type of film (black and white, negative or slide film)
  • The sensitivity of the film material (it is said to decrease with the age of the material, especially with highly sensitive material)
  • The manufacturer of the film material
  • The way in which the film material was stored (cooled, uncooled or even exposed to temperature fluctuations)
  • The packaging of the film
  • The age of the film material (how long ago was the expiry date?)
  • The packaging of the films

All these influences make it almost impossible to make a binding statement. An empirical approach is required here. In my case, the expiry date of this film was 40 years ago. The speed of 125 ISO was standard at the time. The film was well packaged in the cellar of a building at balanced temperatures and almost the same humidity. The film was packed in its original packaging. 
I decided to expose the film at ISO 25. It is very likely that an exposure of ISO 64 would have worked.

I developed the film with the developer LC-29 from Ilford (1+19, 5min 30sec, at 20°C, per minute, 10sec tilt). Yes, and then I was curious to see the result. In short, I am completely surprised at how well the negatives were developed. Although the grain is sometimes a little coarser than with the new films. Together with the photo subjects, however, the film fits perfectly.
I photographed two school buildings that accompanied me during my school days:

  • Pestalozzi school building (built 1907 to 1909, complete restoration 2010 to 2013)
  • Progymatte school building (built 1928 to 1930, complete restoration 1990 to 1992)

Schulhaus Pestalozzi



Schulhaus Progymatte

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Raureif - Hoar Frost



Oben blau unten Grau. So ist im Moment das Wetter in der Schweiz. Ab ca. 600m über Meer ist der Himmel nahezu frei von Wolken und die Sonne scheint. Wer sich unter der Nebelgrenze befindet der sieht alles in Grau. In der Nacht überzieht Raureif alles was sich draussen befindet. Hier einige Details die mir aufgefallen sind.









Blue sky in the mountains and fog in the lowlands. This is the actual weather condition in Switzerland. From about 600m above sea level the sky is almost free from clouds and the sun is shining. If you are under the fog, you'll see everything in gray. In the night, hoarfrost covers everything that is out there. Here are some details that I noticed.

Montag, 30. Mai 2016

Slow Food - Slow Photography Nr.1



Endlich sind die Temperaturen gestiegen, so dass ich ohne grossen Aufwand meine belichteten Schwarzweiss Filme in der Waschküche entwickeln kann. Selbstverständlich können Filme auch bei tieferen Temperaturen entwickelt werden. Dazu gibt es ja Kurven womit die Entwicklungszeiten entsprechend verlängert werden können. Gute Resultate habe ich aber zwischen 18°C und 23°C erzielt. Ausserhalb dieser Grenzen hatte ich immer wieder Problem mit den Negativen. Also, habe ich mir Zeit genommen bzw. gewartet bis die Temperatur im Keller akzeptabel war. Mit der Folge dass ich nun Negative vom 1. Quartal 2016 habe. Hier einige wenige Bilder im „Centre Löwenberg“ in Muntelier, die mit meine Hasselblad 500 C/M Kamera gemacht habe. Die ersten Bilder wurden anfangs Februar gemacht (im Laufe des Nachmittags). Aus diesem Grund habe ich eine Kodak Tri-X Film verwendet. Diesen habe ich wie 400 ASA belichtet in Ilford LC-29 entwickelt. Also keine speziellen „Klimmzüge“.  

Wohnpavillon



Wohnpavillon

Eingang zum Hauptgebäude



Finally, the temperatures have risen, so that I can development b/W films in the laundry room. Of course, films can be processed at lower or higher temperatures. For this purpose there are curves which the development time can be extended accordingly. From my point of view I have only obtained good results between 18 °C and 23 °C. So I had to wait until the temperature in the laundry room is acceptable. With the result that I have now negatives from Q1 2016. Here are a few pictures in the "Centre Löwenberg" in Muntelier that I made with my Hasselblad 500 C/M camera. The first images were taken in early February (in the afternoon). For this reason, I used a Kodak Tri-X film and exposed it with 400 ISO/ASA.